Home > Assistive Technology

Assistive Technologie

Assistive Technologie dient dazu, die Lebensqualität von Behinderten und Senioren zu verbessern. Sie umfasst alle Lebensbereiche und hilft bei der Bewältigung des Alltags genauso wie bei der beruflichen Wiedereingliederung.

Der früher verwendete Begriff „Rehabilitationstechnik“ ist heute dem Ausdruck „Assistive Technologie“ gewichen. Die Rehabilitationstechnik umfasst die klassischen Hilfsmittel wie Rollstühle, Gehstöcke, Blindensehstöcke, Prothesen und ist vor allem medizinisch geprägt. Die Assistive Technologie (AT) befasst sich zusätzlich mit der Lösung alltäglicher Probleme und bietet Hilfen und Unterstützung auch und gerade für Bereiche des alltäglichen Lebens wie Haushalt, Zugang zu Informationen und Mobiliar.

Informationstechnologie als Einsatzgebiet der AT

Die Informationstechnologie ist ein bedeutendes Einsatzgebiet von AT. Hier ist die Barrierefreiheit ein wichtiges Thema. Genauso wie bei Gebäuden ist auch beim Zugang zu Informationen und Informationstechnik ein barrierefreier Zugang wichtig. Bei Gebäuden kann sich die Barrierefreiheit in Rollstuhlrampen und Aufzügen ausdrücken.

Die Assistive Technologie schafft einen barrierefreien Zugang zu Computertechnologie zum Beispiel durch Spracheingabe, Vergrößerungssoftware, Screenreader und Bildschirmtastatur. Neben der an die speziellen Bedürfnisse behinderter und älterer Menschen angepasste Computertechnik sind unter AT auch Kommunikationshilfen, Notrufsysteme, Orientierungshilfen für Unterwegs, spezielles Mobiliar, Küchenhilfen, intelligente Haustechnik und Arbeitsplatzanpassungen zusammengefasst. Die Assistive Technologie schließt dabei die Lücke zwischen den individuellen Fähigkeiten und den Anforderungen an den Einzelnen.

Barrierefreiheit im Entwurf berücksichtigen

Die allgemeine technologische Entwicklung wirkt sich dabei auch auf die AT aus. Entwicklungen im Bereich der drahtlosen Kommunikation, der Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) und des Mobilfunks spielen dabei eine maßgebliche Rolle und unterstützen Menschen sowohl zuhause als auch unterwegs und verhelfen so beispielsweise zu erweiterter Mobilität.

Wie die Fachzeitschrift „Orthopädie-Technik“ schreibt, ist „der erste Schritt zur Integration [..] daher, eine Person mit einer Behinderung zunächst wie alle anderen als ganz normale Person zu betrachten.“ Daher sollten die Anforderungen an die grundlegende Nutzung von Technologie für alle gleich sein. Dazu gehören Benutzerfreundlichkeit, gutes Training, der physische Zugang und auch bezahlbare Preise.

Der aus der Architektur übernommenen barrierefrei Zugang bezieht bei der Assistiven Technologie industrielles Design und Softwareentwicklung mit ein. Ein besonderer Fokus liegt auf der M2M-Kommunikation. Beim Entwurf eines Produktes soll bereits der barrierefreie Zugang mitgeplant werden.